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Pfalztram

Die Stadtbahn in Ludwigshafen soll weiter ausgebaut werden und mit der Pfalztram weitere komfortable Verbindungen für tausende Menschen in der Region bieten.

Straßenbahn

© rnvGmbH/Haubner

Der ZÖPNV Süd ist seit vielen Jahren Aufgabenträger für das Grundangebot der sogenannten „Rhein-Haardt-Bahn“ (RHB), die seit über 100 Jahren den Korridor Mannheim - Ludwigshafen – Bad Dürkheim auf direktem Wege miteinander verbindet und sich einer hohen Kundennachfrage erfreut. Im Bereich der Städte Mannheim und Ludwigshafen verkehrt die RHB als Straßenbahn, ab Ludwigshafen-Oggersheim ist diese ÖPNV-Verbindung als Eisenbahn konzessioniert, womit für den Betrieb teilweise andere Regeln gelten. 

Das Umland von Ludwigshafen ist eine Wachstumsregion, die Stadt selbst benötigt dringend eine bessere ÖPNV-Verknüpfung mit den Nachbarn. Ansonsten steigt die Belastung durch den Autoverkehr noch weiter an und die Lebensqualität vor allem entlang der Durchgangsstraßen dürfte weiter sinken.

Vor diesem Hintergrund liegt der Gedanke nahe, das erfolgreiche Konzept der RHB auch für andere Korridore im Ludwigshafener Umland zu realisieren. Diese sind

→ in nördlicher Richtung nach Ludwigshafen-Pfingstweide, 

→ in südlicher Richtung von Ludwigshafen über Rheingönheim nach Neuhofen und Waldsee sowie

→ in südwestlicher Richtung über Ludwigshafen-Maudach und Mutterstadt nach Dannstadt-Schauernheim

Auf Basis der ersten guten Ergebnisse der Nutzen-, Kostenuntersuchungen für die o. g. Streckenerweiterungen („Pfalztram-Konzept“), finanziert der ZÖPNV Süd die Vorentwurfsplanung aller drei Linienerweiterungen mit Landesmitteln (ca. 3 Mio €).

Grundlage des finanziellen Engagements des Zweckverbandes sind insbesondere zwei Aspekte:

1. Das Projekt „Pfalztram“ stellt aus Sicht des ZÖPNV Süd ein sehr wichtiges Zukunftsprojekt für die ÖPNV-Erschließung der Vorderpfalz dar, da die verkehrlichen Effekte dieser Infrastrukturmaßnahme beachtlich sind. So können auf der Linie von Ludwigshafen Pfingstweide nach Waldsee mit einer Stadtbahn ca. 5.200 Neukunden für den ÖPNV gewonnen und  4.200 Fahrten des motorisierten Individualverkehrs vermieden werden. Ähnlich sieht es in der Relation Ludwigshafen – Dannstadt aus. Entsprechend der Prognose des NKU-Gutachters sind hier 7500 ÖPNV-Neukunden zu erwarten.

2. Die o. g. neuen Stadtbahnkorridore knüpfen an die im Juni 2025 gestarteten neuen regionalen Buslinien von Ludwigshafen in Richtung Mutterstadt/Dannstadt, bzw. Neuhofen/Waldsee an, die ebenfalls durch den ZÖPNV Süd, bzw. das Land Rheinland-Pfalz finanziert werden. Die Pfalztram-Strecken würden, ähnlich wie die Rhein-Haardt-Bahn, als SPNV-Angebote voraussichtlich auch abschnittsweise in die Aufgabenträgerschaft des ZÖPNV-Süd fallen.

Mittlerweile konnten ein LOI sowie die zugehörige Planungsvereinbarung zwischen dem ZÖPNV Süd, dem Land Rheinland-Pfalz, dem VRN und der RNV abgeschlossen werden. Darüber hinaus haben bereits zahlreiche Gremientermine in Ludwigshafen selbst und den Anrainergemeinden stattgefunden und die RNV hat nach der europaweiten Ausschreibung der Planungsleistungen die Vorentwurfsplanungen starten können. Schwerpunkte in diesem Jahr werden die planerische Grundlagenermittlung auf Basis der grundsätzlich möglichen Streckenkorridore sowie der Start einer umfangreichen Bürgerbeteiligung sein.